ESTRICHE

ESTRICHE

Verlegetechnik

Untergrundvorbereitung

  • Bestimmung des Untergrundzustands – nach einigen Kriterien, z.B. Ebenheit, Festigkeit der Oberflächenschicht, seine Feuchtigkeit und poröse Struktur. Zu berücksichtigen sind auch Risse und andere Fehlstellen. In Bezug auf die Ebenheit sind die zulässigen Normabweichungen einzuhalten.
  • Der selbstnivellierende Estrichmörtel ist von den umschließenden Wänden und senkrechten Konstruktionen mittels Dehnstreifen mit Mindestbreite von 5 mm abzutrennen.
  • Der Untergrund wird zuerst mit Grundierung behandelt.

Traditionelle Estriche

  • Frischer Estrich wird auf frische Grundierung verlegt. Hierfür wird Zement und Sand mit einer Körnung von 0-4 mm, im Verhältnis 1:1, verdünnt 1:1 mit Wasser (oder nach Verpackungsangaben) verwendet.
  • Diese Estriche sind weiterhin am meisten verbreitet und gelten als zuverlässig und dauerhaft. Bei ihnen wird als Bindemittel Portlandzement eingesetzt, und als Füller – Quarzsand, feinkörniger Kies und/oder Keramzyt.
  • Alle Komponenten werden mit einem Baumixer verrührt bis die Mischung homogen wird.
  • Verlegen und abziehen. Mit einem Reibebrett aus Kunststoff glätten. Die Schichtdicke der traditionellen Estriche soll mindestens 30 mm sein, in der Regel variiert sie bis 50 mm. Dünnere Estrichschichten beginnen sich vom Untergrund zu lösen und abzublättern.

Es gibt zwei Hauptnachteile bei den Sand-Zement Estrichen:

  1. a) Die lange Zeit bis der Estrich abbindet und seine maximale Festigkeit erreicht hat.
  2. b) Es kann keine ideal ebene Oberfläche erzielt werden und dadurch wird eine zusätzliche Deckschicht erforderlich.

 

Selbstflißende Estriche

  • Verlegung von Streifen oder expandiertes Polystyrol an den Raumwänden (mit einer Dicke von 5-10 mm), welche zur Aufnahme der temperaturabhängigen Spannungen zwischen Boden und Wänden dienen. Diese werden mit Tacker an den Wänden befestigt.
  • Einstellung der Oberkante „Fertigfußboden“ – Meterrisse an den Wänden anbringen (z.B. mit Nägeln alle 1.0-1.5 m), auf dem Boden– bewegliche Stative, im Raster in von ca. 2 х 2 m. Das Niveau, das durch die Stative kontrolliert wird, lässt sich mit Hilfe von deren Einstellschrauben einstellen. Die Oberkante des „Fertigfußbodens“ wird so bemessen, dass die Estrichbeschichtung mind. 25-30 mm dick wird.
  • Die Verlegung von selbstfließendem Estrich erfolgt maschinell oder von Hand.
  • Zusätzlich wird mit Hilfe von Abziehlatte, Nagelschuhen oder Nadelwalze verdichtet. Es wird dreimal durchgegangen, wobei die letzte Bearbeitung an der Oberfläche erfolgt (glätten), in Richtung Raumausgang.
  • Begehbar ist der Estrich im Durchschnitt nach 24 Stunden. In dieser Zeit muss er vor zu schnellem Austrocknen geschützt werden (z.B. vor direkter Sonnenbestrahlung oder Durchzug).
  • Zwei Tage nach der Estrichverlegung wird die Oberfläche mit einer Bodenschleifmaschine geschliffen, damit Reste von ausgetrockneter Zementmilch abgetragen werden und dadurch ein schnelleres und gleichmäßiges Abbinden gewährleistet wird.
  • Vor der Verlegung von Parkettboden oder anderen feuchtigkeitsempfindlichen Belägen ist der Feuchtegehalt im Estrich zu überprüfen.